visual art - Michael Bach Bachtischa

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Die Audio-visuellen Werke Michael Bach Bachtischas sind davon geprägt, visuelle und akustische Werke in einen Zusammenhang zu bringen, der nicht auf eine Übersetzung von einem Medium ins andere zurückzuführen ist. Es geschieht keine Umdeutung oder Interpretation des optisch Wahrnehmbaren ins Akustische et vice versa. Im Gegenteil, beide Sinneseindrücke sind autark und ergänzen sich.

Die Audio-visuellen Werke Michael Bach Bachtischas loten diese Korrelation zwischen beiden Phänomenen aus. Die „Fingerboards" beispielsweise thematisieren als Ursache für beide Sinneswahrnehmungen die haptischen Aktionen auf dem Cellogriffbrett.

Michael Bach Bachtischa, Fingerboards I - X (1990-2010)

Des Weiteren entstanden auf der Basis der „Fingerboards" die „Soundboards", welche die abgebildeten Klänge der „Fingerboards" wiederum in Klang umsetzen. Diese Klangcluster sind statisch wirkende, auditive „Abbilder".

Michael Bach Bachtischa, Soundboards 3 (1994)
Skowronek Productions, Karlsruhe

Die Fotocollagen „Lagauche", Lesdeux", „50 Sounds", „52 Sounds" bestehen aus Fotografien der Hände derjenigen Instrumentalisten, die eine der Kompositionen aus der Reihe „Sounds" spielen. Im Fall der Collage „Exkurs im Dom zu Worms" werden die einzelnen Stationen und Positionen des Cellisten im Dom zu Worms festgehalten. Die Fotocollagen  geben in ihrer seriellen Anordnung der Fotos einen fast filmischen Eindruck von der Performance, indem sie, wie Filmstills, „eingefrorene" Zustände dokumentieren.

Michael Bach Bachtischa, Fotocollagen (1994- )

Das Audio-visuelle Werk Michael Bach Bachtischa „18-7-92" entstand während eines Arbeitstreffens mit John Cage in New York am 18. Juli 1992. Es thematisiert eine traditionelle Frage des Zen-Gartens „Ryoanji" in Kyoto, warum von keinem Standpunkt der Besucherplattform aus alle 15 Felsbrocken im Kiesfeld zu sehen sind. Es bleibt immer mindestens ein Fels verdeckt hinter den anderen. Das Werk „18-7-92" gibt im Wesentlichen zwei Antworten, eine visuelle und eine akustische.

Michael Bach Bachtischa, 18-7-92 und Sonderbriefmarke Donaueschinger Musiktage

Die Performances an Saiteninstallationen, Projekte von Renate Hoffleit und Michael Bach Bachtischa, sind gleichermaßen Werke, worin sich Optisches und Akustisches gegenseitig durchdringen und bedingen.

Renate Hoffleit und Michael Bach Bachtischa, Saiteninstallationen



 
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