Neue Hall= und Thon=Kunst - Michael Bach Bachtischa

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Neue Hall= und Thon=Kunst




Raumbezogene Performances.


Der Titel „Neue Hall= und Thon=Kunst " wurde von Michael Bach Bachtischa der ersten deutschen Übersetzung des Buchs „Musurgia universalis " (1650) von Athanasius Kircher entlehnt. Die Projekte mit diesem Titel sind Konzepte, die spezifische Räumlichkeiten akustisch instrumentalisieren.

Der „Exkurs im Dom zu Worms " (1995) war ein Vorgängerprojekt mit der räumlichen Aufführung zweier Werke, „ONE8 " von John Cage und „Notation 2 " von Michael Bach Bachtischa, wobei das Publikum gemäß eines vorher festgelegten Sitzplans im gesamten Kirchenraum gleichmäßig verteilt plaziert war.

Das Projekt „Neue Hall= und Thon=Kunst " (2001) im Dom zu Worms, Festival Rheinischer Frühling des SWR, knüpfte an den „Exkurs im Dom zu Worms " an. Zur Aufführung kam „1,2,3 ", ein Werk Michael Bach Bachtischas für Cello mit Rundbogen und drei Lautsprecherzuspielungen, simultan mit seiner „Notation " für Kammerorchester, Bläsern und einer Pauke. Die drei Streichergruppen waren im Dom zu Worms verteilt, die Bläser und die Pauke nahmen Positionen in den Seitenkapellen und der Kanzel ein.

Michael Bach Bachtischa, Notation" für Kammerorchester (2001) simultan mit „1, 2, 3" für Violoncello mit Rundbogen und 3 Lautsprecherzuspielungen (1992/2000)
Festival Rheinischer Frühling, Dom zu Worms


Der zweite Konzertteil bestand ebenfalls aus einer Simultanaufführung von zwei Werken Michael Bach Bachtischas: „57 Sounds for Organ " (Interpret: Theo Brandmüller) und „55 Sounds for Cello " (Interpret: Michael Bach). Das Orgelstück ist speziell für die Disposition der großen Schwalbennestorgel des Doms zu Worms konzipiert. Cello und Orgel waren ca. 40 Meter entfernt. Die live gespielten Celloklänge im Ostchor wurden im ca. 80 Meter entfernten Westchor sekundiert mit einer Lautsprecherwiedergabe ihrer Differenztöne in Echtzeit.

Michael Bach Bachtischa, 57 Sounds" für Orgel (2001) simultan mit ’55 Sounds" für Violoncello mit Rundbogen und Differenztonprogramm (1995)
Festival Rheinischer Frühling, Dom zu Worms


Das Projekt „Neue Hall= und Thon=Kunst " (2004) im Rathaus zu Worms nutzte die drei Ebenen des denkmalgeschützten, offenen, geschwungenen Treppenhauses. Aufführende waren die „12 Cellisten Tübingen " und Michael Bach als Solist.  Ein Novum war außerdem, daß alle Cellisten, die für sie geschriebenen oder arrangierten Werke mit dem Rundbogen aufführten. Die 12 Cellisten haben kurz darauf mit dem Werk „NURHAUFFÜGUR " von Michael Bach Bachtischa beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert " den 3. Preis errungen.

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Raumbezogene Performances sind auch Aufführungen von „ONE13 " von John Cage und Michael Bach Bachtischa mit drei im Publikumsraum verteilten Lautsprechern. Sie geben dem Konzerterlebnis einen „skulpturalen" Charakter.

Michael Bach Bachtischas Kompositionen „scharff=sinnige und kunst-subtile Frage " (2011) und „What about a Prime? " nutzen ähnliche Lautsprecher-Installationen.

Das Hörstück „Überhörte untiefen " verwendet bis zu 40 Lautsprecher.

Michael Bach Bachtischa, Überhörte untiefen"  Trailer (2008)

 
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